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Wilder Kaiser mit Hindernissen

Ausgestattet für gutes Wetter sind wir am Samstag früh den Aufstieg zur Stripsenjochalm angetreten. Der Bergführer der Alpinschule Augsburg voraus und wir fünf hinterher.
Schwer bepackt mit Seilen, Kletterschuhen, Klettergurten, Helmen, und alles was man für eine Mehrseillängentour an zwei Tagen in den Bergen braucht, erklommen wir in circa zwei Stunden den Anstieg zu unserem Übungsfelsen inmitten von beeindruckender Natur.

Etwas geschafft vom Anstieg machten wir eine kleine Verschnaufspause, bevor es mit der Schulung beginnen konnte. Wir versammelten uns um unseren Bergführer, Alex Scherl, um nichts zu verpassen. Auf seine Frage hin, wieviele sich schon einmal abgeseilt hätten, gab es zwei zögerliche Bejahungen - der Rest gehörte noch zu den blutigen Anfängern.

Entspannt und mit viel Know-How erklärte Alex auf was beim Abseilen, Stand bauen, Sichern, usw. geachtet werden muss. Bei den gefühlt hundert Fragen, die wir hatten, blieb Alex sehr cool und passte bestens auf uns auf.

In Zweierteams dann, übten wir in absturzsicherer Höhe das Abseilen und Stand bauen. Nach ein paar Runden fühlten wir uns bereit für die größere Wand. In denselben Teams ging es dann darum verschiedene Routen zu klettern und das Geübte umzusetzen - denn am nächsten Tag sollte es ganz hoch hinaus gehen!

In Zweierteams dann, übten wir in absturzsicherer Höhe das Abseilen und Stand bauen. Nach ein paar Runden fühlten wir uns bereit für die größere Wand. In denselben Teams ging es dann darum verschiedene Routen zu klettern und das Geübte umzusetzen - denn am nächsten Tag sollte es ganz hoch hinaus gehen!

Die zwei Jungs kletterten eine etwas schwierigere Route - eine etwas nasse aber schöne Route, mit scharfkantigen Griffen und Tritten. Die zwei anderen Teams, betehend aus drei Mädels und unserem Alex, kletterten eine etwas leichtere Route. Die Erste im Bunde hatte lediglich mit mittelgroßen Spinnen und leichten Umwegen zu kämpfen, war aber relativ schnell an der Spitze angekommen und konnte das Gelernte super umsetzen. Als ihr Kletterpartner Alex auf halber Strecke war, konnte Lisa loslegen. Die Jungs waren auch schon über der Hälfte, als sich die Lage schlagartig änderte. Direkt hinter unserer Kletterwand kamen dunkle Wolken zum Vorschein - und was die mitbrachten war keine schöne Überraschung. So mussten wir erleben, wie schnell sich das Wetter in den Bergen ändern kann. Vier von fünf hingen in der Wand, als es zu tröpfeln begann. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Regen stärker und wechselte zu Hagel. Normalerweise schützt der Helm vor Steinen, die sich beim Klettern lösen können, aber in dem Moment waren wir alle dankbar für die Sicherheit am Kopf. In Windeseile seilte sich Ally, die bereits oben angekommen war, ab. Unser Bergführer seilte sich kurz darauf bis zur Mitte ab, um Lisa zu helfen, sich von der Mitte abzuseilen. Inzwischen versuchten Ally und Kathi das ganze Equipment in Sicherheit zu bringen. Alles wurde schnellstmöglich in die Rucksäcke gepackt. Gott sei Dank hatten wir an wasserfeste Beutel gedacht, mit denen wir unsere Ersatzbekleidung schützen konnten. Im Hagel kletterten die Jungs ihre Route noch fertig, da sie sich nur von ganz oben abseilen konnten. Konsti, der als Letzter von der Wand abseilen musste, stellte gewiss einen neuen Rekord dabei auf, um möglichst schnell in Sicherheit zu kommen. Schnell Schuhe gewechselt, Seile richtig gelegt, Stöcke gepackt und im Laufschritt hoch zur Stripsenjochalm. Was nur ein kleines Rinnsal war, war jetzt ein reißender Fluss. Vollkommen außer Puste kamen wir dann an der Alm an.

 

In der Alm selbst herrschte bereits reges Treiben, da viele vor dem Gewitter Schutz gesucht haben. Entsprechend voll war auch der beheizte Kellerraum, in dem alle ihre nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt haben. Wie wichtig zusätzlich zu einem Raincover für den Rucksack ein wasserdichter Innenbeutel ist, wurde uns bewusst, als wir die ganzen feuchten Kleidungsstücke aufgereiht vor uns sahen.
 
Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen, besprachen die Route für den nächsten Tag und ließen uns heiße Schokolade und Kaiserschmarrn schmecken.
 
Nach gutem Schlaf im Bettenlager, einem wunderschönen Sonnenaufgang, bestem Sportlerfrühstück um 7 Uhr früh und dem Eintrag ins Hüttenbuch,ging es zur Mehrseillängentour. Auf dem Berg ist eine entsprechende Ausrüstung sehr wichtig.

Unser Bergführer Alex ging nochmal die verschiedenen und grundlegenden Punkte durch und dann ging es auch schon los. Die Routen "Tschinscha" mit der Schwierigkeit 4+ und "Wasserrillentango" mit der Schwierigkeit 4 wurden geklettert. Insbesondere die Route "Wasserrillentango" hat ihrem Namen alle Ehre gemacht - sehr nass, aber trotzdem toll und herausfordernd. Durch diese Routen konnten wir das Gelernte perfekt in die Tat umsetzen. Ab und an gab es Unsicherheiten, die Alex sofort aus dem Weg räumte. Alles in allem war der Klettergarten am Wilden Kaiser ein Abenteuer und sehr zu empfehlen. Für Sportler, die etwas dazu lernen wollen, können wir einen Bergführer nur empfehlen, da es einfach viel mehr Spaß macht.

Wir haben sehr viel gelernt und erfahren. Nicht nur in Bezug auf Alpinklettern, sondern auch wie überaus wichtig es ist eine gute Ausrüstung zu haben. Regenjacken, wärmende Baselayer, Rucksackcover, zusätzlich unbedingt einen extra Trockensack im Rucksack, gutes Schuhwerk, Wanderstöcke (besonders für das bergab gehen, nicht wegzudenken), Rucksackgröße, Wechselwäsche, usw. Die Berge sind unberechenbar, aber mit bestem Equipment ein Riesenspaß.
Zum Dank für die tolle Tour, beschenkten wir Alex mit Unterwäsche von unserer neuen Firma "Ein schöner Fleck Erde."

 

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